Montag, Februar 14, 2011

Blickfang Po (arte)

Blickfang Po (arte): "arte - Blickfang Po
15.02.2011 02:45-03:40


Ob kunst- oder sittengeschichtlich, ob paläontologisch oder kulturell: Die Wahrnehmung und Darstellung unseres Allerwertesten sind mannigfaltig und voller Überraschungen.
Der Po als Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Tabus und Lüste - die Dokumentation unternimmt eine Reise durch die Kulturgeschichte und untersucht Meisterwerke aus Kunst und Film sowie Bilder aus der Werbung, die den Po als Blickfang einsetzen.
Immer wieder zieht dieses - paradoxerweise für seinen Besitzer unsichtbare Körperteil - Blicke an und weckt Begehren. Aus weiblicher und männlicher Perspektive werden Darstellungen des menschlichen Hinterteils in Museen, im öffentlichen Raum und im Film auf ihren Gehalt an kollektiven Fantasien und auf ihre Bedeutung im Wandel der Zeiten und Kulturen hin untersucht.
Hintergrundinformationen:
Entdecken Sie Hintern für Hintern all die versteckten Facetten des Pos in unserer Fotogalerie unter: www.arte.tv/blickfangpo

Donnerstag, Februar 03, 2011

Blickfang Po (arte)

Blickfang Po (arte): "arte - Blickfang Po
03.02.2011 22:00-22:55


Ob kunst- oder sittengeschichtlich, ob paläontologisch oder kulturell: Die Wahrnehmung und Darstellung unseres Allerwertesten sind mannigfaltig und voller Überraschungen.
Der Po als Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Tabus und Lüste - die Dokumentation unternimmt eine Reise durch die Kulturgeschichte und untersucht Meisterwerke aus Kunst und Film sowie Bilder aus der Werbung, die den Po als Blickfang einsetzen.
Immer wieder zieht dieses - paradoxerweise für seinen Besitzer unsichtbare Körperteil - Blicke an und weckt Begehren. Aus weiblicher und männlicher Perspektive werden Darstellungen des menschlichen Hinterteils in Museen, im öffentlichen Raum und im Film auf ihren Gehalt an kollektiven Fantasien und auf ihre Bedeutung im Wandel der Zeiten und Kulturen hin untersucht.
Hintergrundinformationen:
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Das Mädchen und das Foto (Das Erste (ARD))

Das Mädchen und das Foto (Das Erste (ARD)): "Das Erste (ARD) - Das Mädchen und das Foto
03.02.2011 23:30-00:15

Film von Marc Wiese"


1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt die neunjährige Vietnamesin Kim Phuc, die mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben läuft. Bei dem Versuch, einem Napalmbombenangriff zu entkommen, der ihr ganzes Dorf zerstört hat, erleidet sie schwerste Verbrennungen. Ein Bild, das die Welt bewegte. Innerhalb von Tagen ist Kim Phucs Foto in allen Zeitungen und bis heute ist das Bild ein Sinnbild für die Unmenschlichkeit des Krieges. Die weitere Geschichte des Fotos und des Mädchens in dem Bild ist dagegen weitgehend unbekannt.
Es ist der 8. Juni. Kim Phuc sucht mit ihrer Familie Schutz in einem Tempel, als der Hubschrauberangriff auf das kleine Dorf Tran Bang beginnt. Kurz darauf soll der Tempel bombardiert werden. Die Neunjährige flüchtet mit anderen Kindern aus dem Dorf und sie geraten in den Napalm-Angriff. Ihre beiden Cousins sterben. Kim brennt sich der Phosphor in die Haut. In diesem Augenblick drückt der AP-Fotograf Nick Ut auf den Auslöser. Das Bild wird zu dem berühmtesten Foto des ganzen Vietnamkrieges. Ut erhält für seine Aufnahme den Pulitzer Preis. Und das Klicken seines Auslösers rettet Kim Phuc das Leben. Nachdem er das Bild geschossen hat, bringt der Fotograf Ut sie in das nächstgelegene Krankenhaus. Dort kann man dem Mädchen mit ihren schwersten Verletzungen nicht helfen. Erst Tage später - als ihr Foto längst weltberühmt ist - wird sie in eine Spezialklinik für Verbrennungen in Saigon gebracht. Ohne die Veröffentlichung wäre sie gestorben. Die Macht eines Bildes. Das Leben der Kim Phuc wird von nun an von ihm bestimmt.
Ihre Genesung ist schmerzvoll und langwierig, 17 Operationen sind notwendig. Zunächst Vorzeigeopfer der westlichen Medien, werden Kim Phuc und ihr Bild nach dem Sieg Nordvietnams vor die kommunistische Propaganda-Maschine gespannt. Und doch verschafft das Foto ihr Vorteile. Als Privilegierte der vietnamesischen Regierung kann sie später in Kuba studieren. Ihr Status ermöglicht ihr eine Hochzeitsreise nach Moskau. Beim Rückflug nach Kuba muss die Maschine in Neufundland zwischenlanden. Kim Phuc setzt sich mit ihrem Mann in den Westen ab. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Kanada. Doch es scheint, als könnte sie ihrem Bild niemals entkommen. Denn wie lange oder wo sie auch lebt, sie wird für alle immer das flüchtende Mädchen bleiben - das Mädchen auf dem Foto aus Vietnam.
Der Film zeigt die Geschichte des weltbekannten Fotos. Seine Entstehung - gedreht an Originalschauplätzen - und seine bisher unbekannten Hintergründe. Und er dokumentiert, wie ein einziges Bild das Leben aller Beteiligten verändert hat.

Samstag, Januar 29, 2011

Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann (arte)

Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann (arte): "arte - Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann
31.01.2011 10:00-10:50


Sibylle Bergemann, die im November 2010 im Alter von 69 Jahren verstorben ist, hat mit ihren Arbeiten Fotogeschichte geschrieben. Sie gehört zu den herausragenden deutschen Fotografen, besonders im Bereich der Mode- und Porträtfotografie.

Auf ihren Bildern werden Menschen nie vorgeführt. Bergemanns Bilder werden im Detail zum Symbol, geben in feinen Nuancen Geschichten wieder. Sie spielen mit der Sehnsucht des Betrachters, stimmen nachdenklich-melancholisch durch die traumhaft - entrückten Augenblicke des Dargestellten. Ihre Vielschichtigkeit verdichtet sich zu dem unverwechselbaren persönlichen Stil der Berliner Künstlerin.
Sibylle Bergemann, Jahrgang 1941, arbeitet Ende der 60er Jahre zunächst als Sekretärin in Ostberlin. Nach der Fotografenausbildung bei Arno Fischer, der Ikone der DDR-Fotografie, mit dem sie bis zum Schluss verheiratet war, hat sie erste Veröffentlichungen im "Sonntag", in "Das Magazin" und in der Modezeitschrift "Sibylle". Neben ihrer Arbeit als Modefotografin entstehen einzigartige Porträtaufnahmen von Schauspielern und Künstlern und immer wieder Alltagsbeschreibungen von Ostberlin. So fotografiert sie zum Beispiel über elf Jahre - von 1975 bis 1986 - die Entstehung des Berliner Marx-Engels-Denkmals. Die Fotos vom fliegenden Friedrich Engels und einem kopflosen Karl Marx gehen um die Welt und werden heute im MOMA in New York ausgestellt.
Mit sechs anderen Fotografen gründet Sibylle Bergemann 1990 in Berlin die Fotografenagentur "Ostkreuz". Für namhafte Zeitschriften reist sie nach der Wende viele Jahre fotografierend um die ganze Welt.
Die Regisseurin Sabine Michel hat in ihrem melancholisch-heiteren Film die Fotografin nach Venedig begleitet und bietet dabei seltene Einblicke in die Arbeitsweise der zierlichen, scheu wirkenden Frau. Es sollen Modefotos in einer alten Weberei entstehen. Ein Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer, 1988, durfte Sibylle Bergemann schon einmal in diese Stadt reisen und fotografieren. Sie erinnert sich, gibt Auskunft über ihr Leben und das alles bestimmende Fotografieren in der DDR und später im vereinigten Deutschland. Zurück in Gransee, wo die Künstlerin bis zu ihrem Tod mit ihrem Mann Arno Fischer gelebt hat, erstellt sie mit Ernsthaftigkeit und hintergründigem Humor nicht nur ein persönlich sehr berührendes, sondern auch sehr intensives, einzigartiges Zeitdokument einer unangepassten, sympathisch aufsässigen Künstlerin.

Der Fotograf Horst Wackerbarth - Lebensbilder (arte)

Der Fotograf Horst Wackerbarth - Lebensbilder (arte): "arte - Der Fotograf Horst Wackerbarth - Lebensbilder
30.01.2011 16:30-17:20


Der Weg zur Wirklichkeit geht über Bilder: Die Rote Couch ist Markenzeichen, Material und Medium des Fotografen Horst Wackerbarth - seit Jahrzehnten. "The Gallery of Mankind" nennt er sein Werk - Menschheitsgalerie.

"Ich bin ein Menschensammler" - sagt Horst Wackerbarth von sich selbst. Der Fotograf, geboren in Fritzlar, war nach dem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel für einige Jahre nach New York gegangen und hatte hier seine erste Rote Couch erstanden, mit der er durch die USA reisen und die, die darauf Platz nahmen, fotografieren wollte.

Eine fotografische Gesellschaftsanalyse sollte es werden, Vertreter so vieler Schichten und Kulturen, Gruppen und Berufe sollten sich auf das Sofa setzen, dass man am Ende meinte, die ganze Nation habe darauf Platz genommen. Der besondere Reiz der Serie sollte aus zwei einander widersprechenden Effekten entstehen. Die Rote Couch - ein Stück Vertrautheit - sollte den Porträtierten die Scheu nehmen und in ungewohnte Zusammenhänge gestellt, dem Betrachter einen ungewöhnlichen Blick auf Land und Leute ermöglichen. Das war 1979 und noch niemand hatte begriffen, welch großartige Idee da an einer Schnittstelle zwischen Surrealismus und Pop-Art geboren war.
Die Couch kam mit Wackerbarth nach Deutschland, wurde zu einem Ort der Begegnung von Menschen und Landschaften und zu einem konstituierenden Element eines weltumspannenden Projekts: "Der Galerie der Menschheit" - ein fotografischer Dialog zwischen Menschen und Landschaften mit dem Ziel, heutigen und späteren Generationen eine Anthropologie des 21. Jahrhunderts zu erstellen. Was denkt, fühlt, wünscht und erhofft sich der Mensch des 21. Jahrhunderts? Horst Wackerbarth bringt seine Rote Couch zu den Menschen - ein Symbol des Verbindenden zwischen Nationen, Religionen, Rassen und sozialen Schichten. Sie wird zur Bühne für Bekannte und Unbekannte, Arme und Reiche, sie ist Kundschafterin und Botschafterin der menschlichen Suche nach Wahrheit und Glück.

Der Film erzählt aber auch von anderen Arbeiten des Künstlers - Horst Wackerbarth arbeitete in der Werbung, fotografierte Mode und erschuf mit seinem fotografischen Gesamtwerk einen ganz eigenständigen künstlerischen Raum in der Fotografie der Gegenwart.

Der Film zeigt den Künstler im Kreise seiner Familie, im Stadion, wenn sein geliebter Fußballverein Schalke 04 spielt, begleitet ihn beim Einzug in das große Gemeinschaftsatelier in einer Düsseldorfer Fabriketage und ist dabei, wenn er ein Foto nachinszeniert und neu interpretiert, das ihn vor 20 Jahren als Werbefotograf in die Schlagzeilen brachte - das "Abendmahl" nach Leonardo da Vinci als Werbefoto für Otto Kern.
Horst Wackerbarth sitzt auf seiner Roten Couch und spricht über sein Leben, den Sinn und die Kraft seiner Bilder - ein charismatischer Künstler, ein sensibler wie zupackender Chronist der Gegenwart, der mit seiner Kunst im besten Sinne des Wortes Bildanschauung in Weltanschauung übersetzt.

Der Weg zur Wirklichkeit geht über Bilder: Die Rote Couch ist Markenzeichen, Material und Medium des Fotografen Horst Wackerbarth - seit Jahrzehnten. "The Gallery of Mankind" nennt er sein Werk - Menschheitsgalerie. Auf der Roten Couch führt er Bekannte und Unbekannte auf gleicher Augenhöhe zusammen. "Here and There" heißt sein neuestes Projekt. Thema: Migration in Duisburg - immigrand aliens. Das Porträt begleitet Horst Wackerbarth während der Arbeit an seinem Projekt im Ruhrgebiet, das sein künstlerischer Beitrag für die Kulturhauptstadt Europa - Ruhr 2010 war.

Samstag, Januar 15, 2011

Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann (arte)

Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann (arte): "arte - Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann
16.01.2011 16:30-17:20


Sibylle Bergemann, die im November 2010 im Alter von 69 Jahren verstorben ist, hat mit ihren Arbeiten Fotogeschichte geschrieben. Sie gehört zu den herausragenden deutschen Fotografen, besonders im Bereich der Mode- und Porträtfotografie.

Auf ihren Bildern werden Menschen nie vorgeführt. Bergemanns Bilder werden im Detail zum Symbol, geben in feinen Nuancen Geschichten wieder. Sie spielen mit der Sehnsucht des Betrachters, stimmen nachdenklich-melancholisch durch die traumhaft - entrückten Augenblicke des Dargestellten. Ihre Vielschichtigkeit verdichtet sich zu dem unverwechselbaren persönlichen Stil der Berliner Künstlerin.
Sibylle Bergemann, Jahrgang 1941, arbeitet Ende der 60er Jahre zunächst als Sekretärin in Ostberlin. Nach der Fotografenausbildung bei Arno Fischer, der Ikone der DDR-Fotografie, mit dem sie bis zum Schluss verheiratet war, hat sie erste Veröffentlichungen im "Sonntag", in "Das Magazin" und in der Modezeitschrift "Sibylle". Neben ihrer Arbeit als Modefotografin entstehen einzigartige Porträtaufnahmen von Schauspielern und Künstlern und immer wieder Alltagsbeschreibungen von Ostberlin. So fotografiert sie zum Beispiel über elf Jahre - von 1975 bis 1986 - die Entstehung des Berliner Marx-Engels-Denkmals. Die Fotos vom fliegenden Friedrich Engels und einem kopflosen Karl Marx gehen um die Welt und werden heute im MOMA in New York ausgestellt.
Mit sechs anderen Fotografen gründet Sibylle Bergemann 1990 in Berlin die Fotografenagentur "Ostkreuz". Für namhafte Zeitschriften reist sie nach der Wende viele Jahre fotografierend um die ganze Welt.
Die Regisseurin Sabine Michel hat in ihrem melancholisch-heiteren Film die Fotografin nach Venedig begleitet und bietet dabei seltene Einblicke in die Arbeitsweise der zierlichen, scheu wirkenden Frau. Es sollen Modefotos in einer alten Weberei entstehen. Ein Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer, 1988, durfte Sibylle Bergemann schon einmal in diese Stadt reisen und fotografieren. Sie erinnert sich, gibt Auskunft über ihr Leben und das alles bestimmende Fotografieren in der DDR und später im vereinigten Deutschland. Zurück in Gransee, wo die Künstlerin bis zu ihrem Tod mit ihrem Mann Arno Fischer gelebt hat, erstellt sie mit Ernsthaftigkeit und hintergründigem Humor nicht nur ein persönlich sehr berührendes, sondern auch sehr intensives, einzigartiges Zeitdokument einer unangepassten, sympathisch aufsässigen Künstlerin.

Donnerstag, November 25, 2010

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
28.11.2010 13:00-13:30

Saul Leiter - Fotograf"


Saul Leiter studierte Theologie, schmiss sein Studium mit 23 und ging nach New York, um Künstler zu werden. Seine ersten Bilder entstanden Anfang der 40er Jahre und wurden 1953 und 1957 im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt.
Lange Zeit arbeitete Leiter als Modefotograf und inszenierte Bilder für Zeitschriften wie "Elle", "Vogue" oder "Nova". Claude Ventura begegnet dem Fotografen und Künstler, der ihm Einblick in sein Archiv gewährt und ihm anhand von Familienfotos seine Lebensgeschichte anvertraut. Bei gemeinsamen Streifzügen durch New York spricht Leiter von seinen Erinnerungen und legt seine Auffassung über die Street Photography dar.
Hintergrundinformationen:
"Künstler hautnah" - das Rendezvous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler gewidmet, die heutige dem Fotografen Saul Leiter.

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
28.11.2010 07:00-07:30

René & Radka - Fotografen"

Sie sind Partner bei der Arbeit wie privat: der Deutsche René Hallen und die Tschechin Radka Leitmeritz. Die beiden Fotografen haben sich in Paris kennengelernt und machen alles zusammen.

Ihr makellos buntes und faszinierendes Universum scheint jederzeit auch ins Abgründige, Gruselige und den Horror umschlagen zu können: Der Deutsche René Hallen und die Tschechin Radka Leitmeritz, die sich vor zehn Jahren kennengelernt haben, arbeiten in Paris als Fotografenpaar eng zusammen.
Ihre stark stilisierten Aufnahmen bedienen sich der Sprache der Malerei, der Modefotografie und des amerikanischen Kinos. Ihre Personen scheinen denen von Lynch oder Cronenberg in nichts nachzustehen - selbst bei ihren melancholischen Bildern, die die Kindheit wie eine verwunschene, traumhafte Welt erkunden, läuft einem noch ein kleiner Schauer über den Rücken. "René & Radka" setzen die Kinder dafür in surrealistisch-verfremdete Dekors, die eigentlich zur Erwachsenenwelt gehören.
Bei ihren an Modefotografien erinnernden Bildern geht die subtil ins Licht gesetzte, asexuelle Erotik ihrer Fotomodelle unter die Haut. Sie lässt verschiedenste Assoziationen und Projektionen beim Betrachter zu und führt ihn in eine perfekt durchgestylte Fantasiewelt, die fasziniert und gleichzeitig befremdet.
"Künstler hautnah" begleitet das Fotografenduo bei einem Fotoshooting und bei Unterwasseraufnahmen für ihre Ausstellung "Under Water" in der Pariser Galerie Philippe Chaume.

Hintergrundinformationen:
René und Radka gewannen 2006 die Auszeichnung "Prague Fashion Photo of the Year". Sie machten Fotos für Werbekampagnen großer Marken, wie Adidas und Miss Sixty, und arbeiteten für Zeitschriften wie "Hype" und "Citizen K".
Zu Wort kommen in der heutigen Sendung Fabien Simode, Stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins "L'OEil" und der Galerist Philippe Chaume.

Donnerstag, November 11, 2010

Schadeberg Schwarz-Weiss (PHOENIX)

Schadeberg Schwarz-Weiss (PHOENIX): "PHOENIX - Schadeberg Schwarz-Weiss
14.11.2010 09:30-10:30

Ein Fotograf in Südafrika"


Jürgen Schadeberg ist einer der ganz großen Fotografen der Gegenwart. Seine künstlerische Laufbahn umfasst ein halbes Jahrhundert der dokumentarischen Fotografie. Der in Deutschland geborene Südafrikaner ist ein meisterhafter Chronist unserer Zeit: Seine Bilder des jungen Anwalts Nelson Mandela gingen um die Welt.

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
14.11.2010 13:00-13:30

Peter Knapp - Fotograf"


Schon als Zwölfjähriger blätterte der Schweizer Peter Knapp gerne in den Modemagazinen seiner Mutter: Heute schafft der 79-jährige Maler abstrakte, großformatige Werke. Ende der 50er Jahre war er Mode- und Kunstfotograf bei "Elle".

Peter Knapp wurde 1931 in der Schweiz geboren. 1952 ging er nach Paris, um an der École des Beaux-Arts zu studieren und zu malen. "Die Begegnung mit Frankreich war Liebe auf den ersten Blick", gesteht er heute. Von Robert Rauschenberg und anderen ermutigt, wagte er sich bald auch an großformatige Werke.
Zwischen 1957 und 1965 beteiligte sich der Künstler an zahlreichen Gruppenausstellungen und war als Art Director unter anderem für das Pariser Kaufhaus Galeries Lafayette tätig. In dieser Zeit begann er, sich für Fotografie zu interessieren und als Modefotograf für Zeitschriften wie "Elle" zu arbeiten.
Als deren künstlerischer Leiter (1959-1966 und 1974-1977) erlangte er weltweite Anerkennung. Später veröffentlichte er seine Bilder in diversen Zeitschriften, unter anderem im "Stern", in "Vogue", der "Sunday Times" und der "Marie Claire". Mit der Gruppenausstellung "La photo et l'art contemporain", an der unter anderem auch Andy Warhol teilnahm, entfernte er sich ab 1975 immer mehr von der Modefotografie. Zuletzt war er Modefotograf bei "Courrèges" (1967-1987). Seither wirkte er als freischaffender Fotograf, Art Director und seit 1984 auch als Professor an der Pariser "École Supérieure d'Art Graphique" (E.S.A.G).
"Ich bin selten zufrieden, aber ich bin auch neugierig und muss deshalb ständig etwas Neues ausprobieren", sagt er. Peter Knapp schildert seinen facettenreichen Werdegang und erzählt, wie er von seiner Tätigkeit als grafischer Gestalter wieder zu Pinsel und Farbe zurückfand. Auch wenn man es ihm fast nicht glauben mag, er selbst sieht sich bei alledem als Imperfektionist, der gerne ziellos unterwegs ist, im Leben wie in der Kunst.

Mittwoch, November 10, 2010

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
11.11.2010 07:30-08:00

Denis Darzacq - Fotograf"


Wie schwerelose Astronauten schweben die Menschen auf Denis Darzacqs Bildern. Er zeigt sie zwar in Alltagssituationen, wie zum Beispiel in einem Supermarkt, aber durch die fließende Inszenierung der Körper stark verfremdet.

Denis Darzacqs Fotografien machen neugierig und werfen Fragen auf. Wird der Betrachter manipuliert? Sind die Bilder retouchiert? Die für die Agentur "Vu" entstandene Fotoreihe "La Chute" (Der Fall) zeigt schwerelose Körper in fließenden Bewegungen - abstrakt in Szene gesetzt mit Hip-Hop- oder Capoeira-Tänzern: spannungsgeladene Gestalten, die wie zwischen Himmel und Erde eingefroren erscheinen.
Die Dokumentation schildert, wie es dem Fotografen ohne Griff in die Trickkiste, also ohne Fotomontage gelingt, die Zeit festzuhalten. Veranschaulicht wird dies anhand mehrerer Fototermine mit Tänzern, die für die Serie "Hyper" in einem Supermarkt fotografiert werden, sowie in dem kleinen Ort Thouars, wo die Serie "Casqués" entsteht. Diese zeigt Jugendliche - alle mit Motorradhelmen. Sie erinnern an außerirdische Gestalten aus Science-Fiction-Filmen oder Mangas.
Mit seinen in ekstatischer Pose erstarrten Figuren hebt Denis Darzacq die Grenzen von Raum und Zeit auf faszinierende Art und Weise auf. Und selbst wenn auf seinen Fotos die Welt für einen Moment aus dem Gleichgewicht geraten zu sein scheint, strahlen die Bilder Harmonie, Ruhe und Leichtigkeit aus.

Hintergrundinformationen:
Zu Wort kommen in der heutigen Sendung die Schriftstellerin Marie Desplechin, Quentin Bajac, Konservator im Pariser Centre Pompidou, François Gautret vom Künstlerkollektiv "R.Style" sowie die Kuratorin Virginie Chardin.
Mehr Infos unter: www.arte.tv/kuenstlerhautnah

Sonntag, November 07, 2010

Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte (Das Erste (ARD))

Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte (Das Erste (ARD)): "Das Erste (ARD) - Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte
08.11.2010 00:05-01:55



Im New York der 1950er Jahre führt Diane Arbus in der feinen Gesellschaft der Stadt ein monotones Leben als treusorgende Ehefrau und Assistentin ihres Ehemannes, der als Modefotograf Erfolge feiert. Erst als der geheimnisvolle, menschenscheue Lionel eine Wohnung im obersten Stockwerk ihres Apartmenthauses bezieht, öffnet sich für Diane die Tür zu einer fremden, faszinierenden Welt: Durch Lionel, einen am ganzen Körper behaarten "Wolfsmenschen", und dessen ungewöhnliche Freunde, entdeckt Diane ihr künstlerisches Talent als Fotografin. Ihr Mann zeigt sich über die Ambitionen und die neuen Freunde seiner Frau allerdings wenig begeistert.
Nicole Kidman liefert in der Titelrolle der Filmbiografie "Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte" eine der beeindruckendsten Leistungen ihrer Karriere. Die männliche Hauptrolle spielt Robert Downey jr.
New York, Ende der 1950er Jahre. Diane Arbus (Nicole Kidman), ein unauffälliges Mitglied der besseren Gesellschaft, Ehefrau und Mutter, dient ihrem Mann Allan (Ty Burrell), einem gefragten Modefotografen, als Assistentin und treu sorgende Hausfrau. Immer stärker spürt sie jedoch das Bedürfnis, die gesellschaftlichen Idealbilder, die ihr Mann in seinen Arbeiten inszeniert, zu hinterfragen. Als der mysteriöse, sein Gesicht stets hinter einer Maske verbergende Lionel (Robert Downey jr.) eine Wohnung im obersten Stockwerk ihres Apartmenthauses bezieht, beginnt für Diane ganz allmählich ein neues Leben - wenngleich sie noch nicht ahnt, dass die enge Freundschaft zu ihrem Nachbarn nicht nur den Beginn einer außergewöhnlichen Liebe markiert, sondern auch der Grundstein zu einer beispiellosen künstlerischen Karriere sein wird. Der hochsensible Lionel ist ein sogenannter Wolfsmensch: von Kopf bis Fuß dicht behaart, stellte man ihn früher auf Jahrmärkten demütigend zur Schau. Durch ihn lernt Diane zahlreiche weitere Menschen kennen, die auf unterschiedlichste Weise "anders" sind, von kleinwüchsigen Männern bis zu Frauen ohne Arme. Fasziniert von der Sinnlichkeit und der Würde dieser Außenseiter, die ihr so viel menschlicher erscheinen als die Mitte der Gesellschaft, aus der sie kommt, findet Arbus in Lionels schillernder Welt den Mut, ihr Talent als Fotografin auszuleben - zum Entsetzen ihres Ehemanns und ihrer versnobten Upperclass-Familie.
Prostituierte, Transvestiten, Nudisten, geistig und körperlich behinderte Menschen waren ihr Sujet - Diane Arbus (1923-1971) bildete in ihren Fotografien die Randfiguren der amerikanischen Gesellschaft ab, ohne ihre Modelle einem sensationsgierigen Voyeurismus preiszugeben. Im Gegenteil: Mit ihrer vorurteilsfreien Herangehensweise stellte Arbus, im Film beeindruckend verkörpert von Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman, provokante Fragen über die Grenzen der Normalität und das ästhetische Verständnis der modernen Gesellschaft. Daher ist es nur konsequent, dass Regisseur Steven Shainberg mit "Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte" keine konventionelle Filmbiografie über diese unkonventionelle Künstlerin inszeniert hat. Die männliche Hauptrolle spielt "Iron Man" Robert Downey jr. Unter haariger Maske. Eingebettet in ein Liebesmärchen à la "Die Schöne und das Biest" liefert der Film eine mögliche Erklärung, wie es zur Freisetzung von Dianes außergewöhnlicher visueller Begabung kam.

Schockbilder - Der Mann, der mit Werbung Politik macht (WDR)

Schockbilder - Der Mann, der mit Werbung Politik macht (WDR): "WDR - Schockbilder - Der Mann, der mit Werbung Politik macht
08.11.2010 22:00-22:45

aus der Reihe 'die story'
Ein Film von Peter Scharf"


Das blutige Hemd eines toten Soldaten, Menschen als Aidskranke abgestempelt, ein magersüchtiges Model lebensgroß auf einem Plakat - mit schockierenden und provozierenden Bildern hat Oliviero Toscani immer wieder Aufsehen erregt. Mit seinen Schockbild-Kampagnen für die Bekleidungsfirma Benetton hat der Fotograf in den 90er Jahren die Welt der Werbung revolutioniert.

Das neueste Projekt des italienischen Fashion-Extremisten heißt "Razza Umana" - die menschliche Rasse. "Wir sind alle irgendwie Rassisten, denn wir haben Angst vor dem, was wir nicht kennen", sagt Toscani.

"die story" begleitet ihn auf seiner Reise durch Israel und Palästina. Juden und Muslime vor einer weißen Leinwand zu fotografieren, ist für ihn die logische Fortsetzung seiner United-Colours-of-Benetton-Kampagne: "Wenn ich Menschen in Israel und Palästina vor einer weißen Leinwand fotografiere, dann um sie dort rauszuholen", meint Toscani und fragt: "Und wenn sie zu keinem Ort mehr gehören, hätten sie dann noch diese Probleme miteinander?"

Freitag, Oktober 29, 2010

Ostfotografinnen (MDR Sachsen-Anhalt)

Ostfotografinnen (MDR Sachsen-Anhalt): "MDR Sachsen-Anhalt - Ostfotografinnen
04.11.2010 23:05-00:15

Wie wirkte sich die staatliche Zensur in der DDR auf das freie Arbeiten der Fotografen aus? Wann und wie durften Arbeiten veröffentlicht werden? In "Ostfotografinnen" erinnern sich die drei Fotografinnen.
Diese drei Fotografinnen sind Sibylle Bergemann, Helga Paris und Gundula Schulze Eldowy. Gezeigt werden bekannte Fotoserien wie "Clärchens Ballhaus", "Häuser und Gesichter der Stadt Halle" und "Aktportraits". Jede Fotografin lebte phasenweise in Angst, jede ist mal verhaftet worden. Doch ihre Erfahrungen sind individuell verschieden. Es wird klar, dass sich die Zensur im Leben einer jeden Fotografin unterschiedlich ausgewirkt hat.
Verantwortlicher:
Pamela Meyer-Arndt

Mein Prag (BR)

Mein Prag (BR): "BR - Mein Prag
01.11.2010 13:30-14:15

Josef Sudek - Der Poet mit der Kamera"


Fachleute zählen den tschechischen Fotografen Josef Sudek (1896-1976) zu den zehn bedeutendsten Fotografen der Fotogeschichte. Sudek fotografierte alle Genres wie Naturaufnahmen, Landschaften, Akte, Porträts oder Stillleben.

Sudek gilt als Chronist der Stadt Prag, in der er 1927 ein Fotoatelier einrichtete, "Praha Panoramicka", ein Buch mit Panoramaaufnahmen der Stadt vom Zentrum bis hinaus in die Peripherie, das 1959 erschien, zählt zu den ungewöhnlichsten Fotobüchern überhaupt. Doch letzlich verdankt Josef Sudek, der nur alte Plattenkameras benutzte und Großnegative bis zum Format 30 x 40 cm belichtete, seinen Ruhm den Stillleben von Alltagsgegenständen, die in seinem bescheidenen Gartenatelier entstanden und einer Serie, die den schlichten Titel "Blick aus meinem Fenster" trägt. Als Hitler 1939 Prag besetzte, waren Sudeks fotografische Streifzüge nicht mehr möglich, er entdeckte aber die Fensterscheibe seines Ateliers als Motiv, auf deren Fläche er den Lauf der Jahreszeiten dokumentierte.

Thomas Honickel stellt in seinem Film die verschiedenen fotografischen Zyklen Sudeks vor. Ehemalige Assistenten und Anna Fárová, früher Kuratorin am Prager Kunstgewerbemuseum, die seinen Nachlass erbte, erzählen von seiner Arbeitsweise und von seiner leicht schrulligen Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg zum Prager Stadtbild gehörte. Aber der Film begibt sich auch außerhalb von Prag auf die Spuren Sudeks. Jahrelang reiste der Lichtbildner in die Beskiden, um ein Naturschutzgebiet und den Heimatort des Komponisten Leos Janácek zu fotografieren, sowie in das ehemalige Braunkohlegebiet Nordböhmens, wo er die gewaltigen Naturzerstörungen dokumentierte.

Verantwortlicher:
Thomas Honickel

Augenblicke - Der Fotograf Robert Lebeck (RBB Berlin)

Augenblicke - Der Fotograf Robert Lebeck (RBB Berlin): "RBB Berlin - Augenblicke - Der Fotograf Robert Lebeck
30.10.2010 00:30-00:55

rbb um Mitternacht - Photographie"


Robert Lebeck gehört zu den Großen der deutschen Nachkriegsfotografie. Seine Bilder erschienen im "Stern", aber auch in "Paris Match" oder "Life". Stets war er auf der Suche nach der unverstellten Wahrheit.

Fotografie - für ihn nur ein Mittel, die Realität einzufangen. Die Dokumentation stellt den Menschensammler mit der Kamera vor: Ob Romy Schneider, Alfred Hitchcock, Elvis Presley oder Jayne Mansfield - stets gelang es ihm, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Das ließ die Intimität entstehen, die sich in den Gesichtern der Fotografierten spiegelt. Zudem hatte Lebeck stets ein Gefühl dafür, auch die kleinen Gesten einzufangen und mit ihnen Großes auszudrücken. Dabei hielt er sich immer an die Wirklichkeit. Romy Schneider hat Robert Lebeck über Jahre mit seiner Kamera begleitet. Er ist ihr so nahe gekommen wie kaum ein anderer. Unvergessene Fotos entstanden, aus denen eine einmalige Nähe spricht und die das ganze Leben der Schauspielerin erzählen. Mal gibt sie sich verspielt und albern, dann wieder wirkt sie matt und müde. Lebecks Bilder zeigen wohl am eindringlichsten den Zerfall der Schauspielerin. Selbst vermeintlich banalen Situationen entlockte Robert Lebeck pointierte Botschaften. Über den Köpfen staunender Gäste pflückte die junge Jayne Mansfield während der Berliner Filmfestspiele Trauben von einem Zweig an der Decke. Lebecks Momentaufnahme des "schwebenden" Busenwunders ist eines seiner bekanntesten Fotos. Lebecks Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft eingebüsst. Jedes erzählt eine Geschichte. Anrührend, komisch, entlarvend, dramatisch - immer authentisch.

Hintergrundinformationen:
ARTE-Produktion "Augenblicke - Der Fotograf Robert Lebeck" gewann bei den renommierten New York Festivals in der Kategorie Documentary 2009 eine Bronze World Medal.

Verantwortlicher:
Jeremy Fekete

Dienstag, Oktober 26, 2010

Der Fotograf Edward Weston (RBB Berlin)

Der Fotograf Edward Weston (RBB Berlin): "RBB Berlin - Der Fotograf Edward Weston
27.10.2010 00:15-00:40


Er fotografierte mit Plattenkameras, mit Blende 64 und in Schwarz-Weiß. Edward Weston war einer der einflußreichsten Fotografen seiner Zeit. Der Film zeigt seine Fotos und jene inspirierende kalifornische Landschaft, in der er lebte.

Edward Weston wurde am 24. März 1886 geboren und starb am 1. Januar 1958. Seine erste Kamera erhielt er 1902 als 16-Jähriger, gerade ein Jahr später wurden seine ersten Bilder bereits am Art Institute in Chicago ausgestellt.
Mit 37 Jahren geht Weston nach Mexiko. Für ihn ein Aufbruch in die Moderne: Er fotografiert Revolutionäre, Künstler, und immer wieder seine Geliebte Tina Modotti. Zurück in Kalifornien, kommt er im Dezember 1927 nach Carmel, einer kleinen Künstlerkolonie unweit von San Francisco. Eigentlich will er hier nur den Winter über bleiben, daraus werden 30 Jahre.
Fasziniert von der eindrucksvollen Felsküste des Pazifiks richtet er hier sein Studio in einem einfachen Holzhaus ein, das heute noch im Besitz seiner Familie ist und in dem sein Enkel heute noch lebt. Einen Ort vor seiner Haustür wird Edward Weston sein ganzes Leben lang fotografieren: Point Lobos, von Gischt und Wellen umspült. Seine Schwarz-Weiß-Bilder sind Fotografie pur: sachlich, abstrakt und doch voller Poesie.
Weston war Mitglied der Gruppe "f/64", die für eine besonders scharfe Fotografie stand, mit großen Plattenkameras von 8 x 10 Inch (Inch, nicht cm!) und einer nur bei solch großen Formaten realisierbaren Blende 64 - bei Kleinbild führen schon Blende 22 oder 32 wieder zu unschärferen Bildern. Westons Spezialität waren Landschaften, Akte, Natur- und Pflanzendetails von großer Schärfentiefe.

Hintergrundinformationen:
Der Film wurde 2004 auf dem Filmfestival in Karlsbad gezeigt.

Montag, Oktober 11, 2010

WDR-dok (WDR)

WDR-dok (WDR): "WDR - WDR-dok über Kriegsfotografen
11.10.2010 23:15-00:00


Täglich sehen wir in den Zeitungen Bilder von den Krisenherden der Welt. Die Fotografen vor Ort sind nicht nur den gefährlichen Umständen der Konflikte ausgesetzt, sondern bewegen sich zunehmend in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Freiheitskämpfern und Terroristen, Wahrheit und Propaganda verschwimmen. Elektronische Verschickung und moderne Bildbearbeitung machen das nachträgliche Verändern der Bilder obendrein leichter. Die schwierige Suche nach Wahrheit. Aber:

Gibt es ihn überhaupt, den ungeschönte Blick auf Alltag und Leid des Krieges, der uns in den Fotos präsentiert wird? Wer steckt hinter den Bildern und inwiefern beeinflusst der persönliche Blick die Motive und Bilder? Kommen zwei Kriegsfotografen beim selben Motiv zu einem anderen Blick, einer anderen Perspektive auf das Geschehen?

"Der andere Blick" zeigt sechs bedeutende Kriegsfotografen, deren Fotografien von Vietnam bis zum aktuellen Krieg im Irak auch unsere Sicht auf Konflikte und die Opfer beeinflusst haben.

Ashley Gilbertson und Ghaith Abdul Ahad fotografieren im Irak. Der Australier Gilbertson, der in New York wohnt, gerät oft genug in Konflikt mit der strengen Zensur des Pentagon. Gilbertson erzählt, wie das Foto entstand, dem er seine Karriere verdankt. Und wie der dramatische Tod eines amerikanischen Soldaten seine Sicht auf den Krieg im Irak radikal veränderte.

Ghaith Abdul Ahad, in Baghdad geboren, sieht den Irak-Konflikt mit den Augen eines Einheimischen und ist in der Lage, aus der Sicht der Aufständischen zu fotografieren - eine völlig neue Perspektive.

Die junge Britin Anastasia Taylor-Lind steht für den weiblichen Blick, sie war viele Male mit den Frauen der PKK in Kurdistan unterwegs. Anastasia Taylor-Lind einfühlsame Fotos vermitteln ein vielschichtiges Bild dieser Frauen und stellen unsere Ansichten von "Terroristin" und "Freiheitskämpferin" auf den Kopf.

Der US-amerikanische Fotograf Stanley Greene hat über zehn Jahre den Tschetschenien-Konflikt beobachtet. Er weiß, dass er nicht mehr objektiv ist, erzählt vom Heldentum der Tschetschenen, wie sie lachend dem Tod gegenüberstehen. Stanley Greene will mit seinen bedrückenden Bildern erreichen, dass dieser mörderische Krieg und seine Opfer nicht vergessen werden.

Der Brite Tom Stoddart hat erlebt, wie Jugoslawien im Bürgerkrieg unterging, während die Menschen in Sarajevo versuchten, mit Würde zu überleben. Ihn hat schockiert wie nur zwei Flugstunden entfernt in London das Leben weiter ging, als existiere dieser Krieg nicht.

Phillip Jones Griffiths gilt als einer der berühmtesten Vietnam-Fotografen. Seine Fotos sollen das Bild und die Meinung der US-Amerikaner über den Krieg verändert haben. In seinem letzten Interview vor seinem Tod spricht er darüber, wie man auf den Fotos aus dem Krieg den Menschen ihre Würde lässt und diese hervorholt.

Dieser Film zeigt die Erfahrungen und Konflikte der Fotografen bei ihrer Suche nach Wahrheit. Er zeigt, was wir in den täglichen Bilderfluten schnell übersehen. Und er zeigt, wie wichtig die Arbeit dieser Fotografen für uns ist.

Samstag, September 11, 2010

Leben live (SWR BW)

Leben live (SWR BW): "SWR BW - Leben live
16.09.2010 01:35-02:05

Die Märchenhafte - Die Fotografin Sybille Bergemann"


In der DDR arbeiteten nur eine Handvoll Fotografen im eigenen Auftrag. Heute werden ihre Arbeiten hoch geschätzt, besonders die der Fotografinnen. Sibylle Bergemann ist eine der Hochgeschätzten.

Sie wurde berühmt mit ihren Modefotos für die DDR-Zeitschrift Sibylle, der fotografischen Dokumentation der Entstehung des Marx-Engels-Denkmals und Reportagen im Sonntag. Heute arbeitet Bergemann für den Spiegel, den Stern und für GEO. "Leben live"-Reporterin Pamela Meyer-Arndt hatte mit eigenem Kamerateam Gelegenheit, Sibylle Bergemann bei ihrer Arbeit mit ihrer Kamera zu beobachten und zu filmen.

Andreas Gursky - Das globale Foto (arte)

Andreas Gursky - Das globale Foto (arte): "arte - Andreas Gursky - Das globale Foto
13.09.2010 11:25-12:15


Wie entsteht ein Bild von Andreas Gursky? Jan Schmidt-Garre hat den Fotografen bei der Arbeit beobachtet. Von der ersten Motivbesichtigung über mehrere Shootings bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird.

Andreas Gursky, einer der bekanntesten und am besten bezahlten Fotografen der Gegenwart, wird seit vielen Jahren bedrängt, sich bei seiner Arbeit von einem Filmteam beobachten zu lassen. Erst jetzt hat er eingewilligt.
Jan Schmidt-Garre hat die Entstehung des neuesten Bildes von Andreas Gursky "Hamm, Bergwerk Ost", in jeder Phase dokumentiert und das Bild auf der Reise zu seinem neuen Besitzer begleitet. Der Weg führt von Gurskys erster Motivbesichtigung über mehrere Shootings im Bergwerk bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird. Bei einer Retrospektive seiner Werke wird das Bild öffentlich gezeigt und landet schließlich in der Privatsammlung eines der reichsten Männer der Ukraine.
Unterbrochen wird die Geschichte von Ausblicken auf Gurskys spektakuläres Oeuvre, kommentiert vom früheren Direktor des Centre Pompidou, Werner Spies, und von Gurskys Lehrerin an der Düsseldorfer Kunstakademie, Hilla Becher.