Freitag, Januar 13, 2012

Kunstraum (BR)

Kunstraum (BR): BR - Kunstraum
17.01.2012 14:00-14:15

Klaus von Gaffron "Verlorenes Schwarz"

Fotografie = mit Licht zeichnen/malen nicht abmalen. Konsequent nennt Klaus von Gaffron seine Arbeiten Fotobilder.

Durch originale fotografische und nicht durch computertechnische Manipulation entsteht eine neue Realität, reine Farbbilder, "wie wir sie seit der klassischen Moderne bei der Malerei nicht mehr gesehen haben" (SZ). Klaus von Gaffron erhebt einen hohen ästhetischen und sinnlichen Anspruch an die Fotografie. Die Schulung des Sehens ist ihm ein Anliegen. Immer wieder lotet er das Verhältnis zwischen der Realität und dem Abbild aus. Klaus von Gaffron hat im Laufe der Zeit ganz eigene Techniken des Fotografierens entwickelt, die ihm ermöglichen, Fotos herzustellen, die der Ästhetik von gemalten Bildern in keiner Weise nachstehen.

1946 wurde Klaus von Gaffron in Straubing geboren. Studium an der Akademie der Bildenden Künste München; Buchhändlerlehre in München. Seit 1998 ist er Kurator und Teilnehmer bei dem Schulprojekt "Kinder treffen Künstler". Seit 1991 ist er Erster Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler München.


Die Magie der Gesichter - der Porträtfotograf Martin Schoel (HR)

Die Magie der Gesichter - der Porträtfotograf Martin Schoel (HR): HR - Die Magie der Gesichter - der Porträtfotograf Martin Schoel
15.01.2012 10:20-10:45

Ein Film von Natascha Pflaumbaum

Er ist der Shootingstar in der Szene der internationalen Fotografen: Martin Schoeller, gerade mal 43 Jahre alt, geboren in Frankfurt am Main.

Er gehört zu den besten Fotografen der Welt, fotografiert für die großen amerikanischen Magazine wie "The New Yorker" und "Time Magazine". Schoeller hatte sie alle vor der Kamera: Stars wie Brad Pitt und Jack Nicholson, Politiker wie Barack Obama oder Bill Clinton, Sportler wie Andre Agassi. Seine Porträtfotos von Prominenten erregen Aufsehen, Begeisterung und Entsetzen zugleich. Denn Schoeller macht neben szenischen Fotos auch Close-ups von ihnen, Nahaufnahmen ohne Retusche, ohne Pose. Er schaut so hinter die Fassade von Prominenten. Martin Schoeller zeigt Gesichter, wie sie wirklich sind, mit Falten, Bartstoppeln, Äderchen. Der Film beobachtet Schoeller bei der Arbeit, begleitet ihn durch die Straßen von Manhattan, in seine Galerie und in sein Atelier. Er zeigt Scholler unter anderem bei einem Shooting mit der serbischen Performancekünstlerin Marina Abramovic und gibt so einen intensiven Einblick in Martin Schoellers Porträtkunst.


Donnerstag, Januar 05, 2012

Gesichter der Arktis (arte)

Gesichter der Arktis (arte): arte - Gesichter der Arktis
06.01.2012 01:00-02:30

Der Fotograf Ragnar Axelsson


Für seine aufsehenerregenden Aufnahmen scheut Ragnar Axelsson alias RAX weder Abenteuer noch Mühen. Das Leben der Menschen im arktischen Eis Grönlands und in der herben Landschaft Islands stehen im Mittelpunkt seiner Fotografien.

Auf Grönland dokumentieren seine Fotos die Jagd der Inuit mit ihren Schlittenhunden vor grandiosen Eisbergen. Sie zeigen isländische Farmer, die in Wildwest-Manier Schafe durch einen Bergfluss treiben, und sogar den Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkans aus atemberaubender Nähe. Längst ist Ragnar Axelsson alias RAX nicht nur der erfolgreichste Fotograf Islands, sondern er hat mit seinen Bildern auch internationale Berühmtheit erlangt. So wurden seine Bilder etwa Seite an Seite mit Fotografien von Sebastião Salgado und auch James Nachtwey im Palais de Tokyo in Paris ausgestellt.

Auf seiner Jagd nach dem perfekten Foto schreckt RAX vor keinerlei Abenteuern und Mühen zurück. So verbrachte er mehrere Wochen mit traditionellen Jägern in den Weiten der Arktis, begleitete Fischer auf dem tosenden Nordatlantik und flog mit einer einmotorigen Propellermaschine direkt zum Lava speienden Vulkan. Im Zentrum seiner Bilder stehen Menschen und ihre traditionelle Lebensweise im Einklang mit den arktischen Naturgewalten. Doch diese Lebensweise ist bedroht, vor allem durch den Klimawandel. Seit mehr als 30 Jahren dokumentiert Ragnar Axelsson die Veränderung der Natur im hohen Norden, so dass seine Bilder womöglich dem Betrachter auch einen Einblick in die letzten Tage der Arktis gewähren.

Der bildstarke Dokumentarfilm "Gesichter der Arktis" begleitet Ragnar Axelsson auf seinen eindrucksvollen Fotoreportagen in Island und auf Grönland und zeichnet die Entstehung der wichtigsten Fotos nach.

Hintergrundinformationen:
"Gesichter der Arktis" war sowohl beim diesjährigen Bergen Internasjonale Filmfestival als auch auf den 53. Nordischen Filmtagen in Lübeck zu sehen.

Andreas Gursky - Das globale Foto (arte)

Andreas Gursky - Das globale Foto (arte): arte - Andreas Gursky - Das globale Foto
05.01.2012 23:35-00:30


Wie entsteht ein Bild von Andreas Gursky? Jan Schmidt-Garre hat den Fotografen bei der Arbeit beobachtet. Von der ersten Motivbesichtigung über mehrere Shootings bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird.

Andreas Gursky, einer der bekanntesten und am besten bezahlten Fotografen der Gegenwart, wird seit vielen Jahren bedrängt, sich bei seiner Arbeit von einem Filmteam beobachten zu lassen. Erst jetzt hat er eingewilligt.

Jan Schmidt-Garre hat die Entstehung des neuesten Bildes von Andreas Gursky "Hamm, Bergwerk Ost", in jeder Phase dokumentiert und das Bild auf der Reise zu seinem neuen Besitzer begleitet. Der Weg führt von Gurskys erster Motivbesichtigung über mehrere Shootings im Bergwerk bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird. Bei einer Retrospektive seiner Werke wird das Bild öffentlich gezeigt und landet schließlich in der Privatsammlung eines der reichsten Männer der Ukraine.

Unterbrochen wird die Geschichte von Ausblicken auf Gurskys spektakuläres Oeuvre, kommentiert vom früheren Direktor des Centre Pompidou, Werner Spies, und von Gurskys Lehrerin an der Düsseldorfer Kunstakademie, Hilla Becher.


David Bailey, eine Fotolegende (arte)

David Bailey, eine Fotolegende (arte): arte - David Bailey, eine Fotolegende
05.01.2012 22:45-23:35

David Bailey ist eine Ikone. Seit 50 Jahren tanzt er auf dem Grat zwischen moderner Kunst und Popkultur und bereichert beide Sphären mit seiner innovativen Arbeit.

"Pornografie funktioniert als Foto viel besser als Bilder oder Illustrationen, weil man weiß, dass das Abgebildete wirklich passiert ist. Das hat sich mit der Digitalisierung inzwischen wohl ein wenig geändert, weil jetzt alle glauben, jeder würde mogeln. Es ist wie bei Count Basie, den ich einmal fragte, was Jazz sei, was im Grunde dasselbe ist, wie zu fragen: 'Was ist Kunst?' Count Basie antwortete: 'Vier Schläge pro Takt und keine Mogelei.'" So versuche ich, meine Fotos zu machen, mit vier Schlägen pro Takt und ohne Mogelei,'" so Bailey über Fotografie, seine Fotografie.

Der 1938 in einfachen Verhältnissen hineingeborene Künstler hatte zahlreiche Musen, einige davon - Jean Shrimpton, Catherine Deneuve, Marie Helvin - hat er auch geheiratet. Er ist ein scharfer und kluger Beobachter, dem es gelingt, Geist und Eleganz seiner Zeit mit erfrischend einfachen Mitteln einzufangen. Dabei ist er selbst anderen zur Inspiration geworden, diente er doch Michelangelo Antonioni als Vorlage zu der Figur des Modefotografen Thomas, dargestellt von David Hemmings, in "Blow Up", einem Kultfilm der 60er Jahre.

Bis heute reist Bailey um die Welt, nicht nur als Modefotograf, sondern auch als Chronist seiner Zeit. Er widmet sich nicht nur den Reichen und Schönen, sondern zeigt in präzisen Fotoreportagen die harte Realität, aber auch die Schönheit von Ländern wie Papua-Neuguinea, Brasilien, Vietnam und Afghanistan. Mit seinen mittlerweile über 70 Jahren ist Bailey ein Romantiker mit viel Sinn für Humor geblieben, der keinen Gedanken ans Aufhören verschwendet. Sein Gesamtwerk zählt zu den abwechslungs- und einflussreichsten der Gegenwart.

Hintergrundinformationen:
Neben Bailey selbst kommen in dem Porträt von Filmemacher Jérôme de Missolz unter anderem auch seine Exfrau Catherine Deneuve, der Kunstkritiker Martin Harrison, Baileys Partnerin Catherine Dyer, mit der er seit 20 Jahren verheiratet ist, sowie Jerry Hall zu Wort, mit der Bailey eine intensive Freundschaft pflegt.


Freitag, Oktober 07, 2011

Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte (RBB Berlin)

Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte (RBB Berlin): RBB Berlin - Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte
12.10.2011 22:45-00:35


New York 1950: Diane Arbus führt in der feinen Gesellschaft ein monotones Leben als Ehefrau eines erfolgreichen Mannes. Immer stärker hat sie das Bedürfnis, die Idealbilder, die ihr Mann in seinen Fotoarbeiten inszeniert, zu hinterfragen.

Als der mysteriöse, sein Gesicht stets hinter einer Maske verbergende Lionel eine Wohnung im obersten Stockwerk ihres Apartmenthauses bezieht, beginnt für Diane ganz allmählich ein neues Leben - wenngleich sie noch nicht ahnt, dass die enge Freundschaft zu ihrem Nachbarn nicht nur den Beginn einer außergewöhnlichen Liebe markiert, sondern auch der Grundstein zu einer beispiellosen künstlerischen Karriere sein wird. Der hochsensible Lionel ist ein sogenannter Wolfsmensch: von Kopf bis Fuß dicht behaart, stellte man ihn früher auf Jahrmärkten demütigend zur Schau. Durch ihn lernt Diane zahlreiche weitere Menschen kennen, die auf unterschiedlichste Weise "anders" sind, von kleinwüchsigen Männern bis zu Frauen ohne Arme. Fasziniert von der Sinnlichkeit und der Würde dieser Außenseiter, die ihr so viel menschlicher erscheinen als die Mitte der Gesellschaft, aus der sie kommt, findet Arbus in Lionels schillernder Welt den Mut, ihr Talent als Fotografin auszuleben - zum Entsetzen ihres Ehemanns und ihrer versnobten Upperclass-Familie.

Hintergrundinformationen:
Prostituierte, Transvestiten, Nudisten, geistig und körperlich behinderte Menschen waren ihr Sujet - Diane Arbus (1923-1971) bildete in ihren Fotografien die Randfiguren der amerikanischen Gesellschaft ab, ohne ihre Modelle einem sensationsgierigen Voyeurismus preiszugeben. Im Gegenteil: Mit ihrer vorurteilsfreien Herangehensweise stellte Arbus, im Film beeindruckend verkörpert von Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman, provokante Fragen über die Grenzen der Normalität und das ästhetische Verständnis der modernen Gesellschaft. Daher ist es nur konsequent, dass Regisseur Steven Shainberg mit "Diane Arbus - Eine besondere Liebesgeschichte" keine konventionelle Filmbiografie über diese unkonventionelle Künstlerin inszeniert hat. Die männliche Hauptrolle spielt "Iron Man" Robert Downey jr. unter haariger Maske. Eingebettet in ein Liebesmärchen à la "Die Schöne und das Biest" liefert der Film eine mögliche Erklärung, wie es zur Freisetzung von Dianes außergewöhnlicher visueller Begabung kam.

Fotograf Elliott Erwitt (ZDFkultur)

Fotograf Elliott Erwitt (ZDFkultur): ZDFkultur - Fotograf Elliott Erwitt
10.10.2011 21:40-22:05

Weiß und Schwarz gehören zusammen wie Tag und Nacht, Himmel und Hölle, Freude
und Trauer, Gut und Böse. Kaum ein anderes Farbpaar polarisiert so sehr, bietet
so viele Vorlagen für Wortspielereien.

Die Magie der Gesichter (arte)

Die Magie der Gesichter (arte): arte - Die Magie der Gesichter
10.10.2011 16:10-16:45

Der Porträtfotograf Martin Schoeller


Martin Schoeller hatte sie alle vor der Kamera: Stars wie Brad Pitt und Jack Nicholson, Politiker wie Barack Obama oder Bill Clinton, Sportler wie Andre Agassi. Mit 43 Jahren ist er der Shootingstar unter den Porträt-Fotografen.

Martin Schoeller wurde schon mit unzähligen Preisen ausgezeichnet. Bekannt gemacht haben ihn seine speziellen Porträts, die er selbst "Close-ups" nennt - unretuschierte Nahaufnahmen, die Prominente in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

Martin Schoeller, gerade mal 43 Jahre alt, geboren in Frankfurt am Main, gehört zu den besten Fotografen der Welt. Er fotografiert für die großen amerikanischen Magazine wie "The New Yorker" und "Time Magazine".
Seine Porträtfotos von Prominenten erregen Aufsehen, Begeisterung und Entsetzen zugleich. Denn Schoeller macht neben szenischen Fotos auch Close-ups von ihnen, Nahaufnahmen ohne Retusche, ohne Pose. Er schaut so hinter die Fassade von Prominenten. Martin Schoeller zeigt Gesichter, wie sie wirklich sind, mit Falten, Bartstoppeln, Äderchen. Die Dokumentation beobachtet Martin Schoeller bei der Arbeit, begleitet ihn durch die Straßen von Manhattan, in seine Galerie und in sein Atelier. Sie zeigt Martin Scholler unter anderem bei einem Shooting mit der serbischen Performancekünstlerin Marina Abramovic und gibt so einen intensiven Einblick in Martin Schoellers Porträtkunst.

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): arte - Künstler hautnah
09.10.2011 07:00-07:30

Anders Petersen - Fotograf


Anders Petersen ist ein Vertreter des Fotorealismus. Er wurde 1944 in Stockholm geboren. Mit 17 Jahren ging er nach Hamburg, lernte Deutsch und versuchte sich an Schriftstellerei und Malerei. Fünf Jahre später entdeckte er die Fotografie.

Er nahm in Stockholm ein Fotografiestudium bei Christer Strömholm auf. 1967 kehrte Anders Petersen nach Hamburg zurück und begann als Fotograf zu arbeiten. Zum Lieblingsmotiv seiner Arbeiten und zum Markenzeichen des Künstlers wurde das Café Lehmitz an der Reeperbahn. Drei Jahre lang fotografierte er die Gäste dieser von Prostituierten und gesellschaftlichen Randfiguren frequentierten Kneipe, in der 1970 auch seine erste Ausstellung stattfand.

Dieses Eintauchen praktiziert Petersen bei jedem seiner fotografischen Themen, die von Gefängnis über Psychiatrie, von Venedig über Paris bis in sein Heimatland Schweden reichen. "Ich weiß, dass ich für gute Fotografien, also für die richtige Distanz, mit einem Fuß im Thema stehen muss und mit dem anderen draußen. Mein Problem dabei ist, dass ich am Ende immer mit beiden Füßen drin stehe."

In seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeichnet Petersen sensible Porträts ausgegrenzter Menschen, die von der Gesellschaft kaum wahrgenommen werden. Seine regelmäßig in Monografien veröffentlichten Bilder beeindrucken durch ihre Schönheit und rütteln gleichzeitig durch die nackte Realität auf, die sie ungeschminkt zeigen.
Der schwedische Fotograf ist seinen Wurzeln treu geblieben und besitzt seit 20 Jahren sein eigenes Fotolabor in Stockholm, in dem er seine Bilder selbst entwickelt. 2003 wurde Petersen beim Fotofestival "Les Rencontres d`Arles" zum "Fotografen des Jahres" gewählt.

Hintergrundinformationen:
Zu Wort kommen in der Sendung der Kurator Greger Ulf Nilson sowie die Fotografin und Kuratorin Michelle Marie Roy.
Mehr Informationen unter: www.arte.tv/kuenstlerhautnah

Donnerstag, September 22, 2011

Die Magie der Gesichter (arte)

Die Magie der Gesichter (arte): arte - Die Magie der Gesichter
26.09.2011 00:50-01:20

Der Porträtfotograf Martin Schoeller

Martin Schoeller hatte sie alle vor der Kamera: Stars wie Brad Pitt und Jack Nicholson, Politiker wie Barack Obama oder Bill Clinton, Sportler wie Andre Agassi. Mit 43 Jahren ist er der Shootingstar unter den Porträt-Fotografen.

Martin Schoeller wurde schon mit unzähligen Preisen ausgezeichnet. Bekannt gemacht haben ihn seine speziellen Porträts, die er selbst "Close-ups" nennt - unretuschierte Nahaufnahmen, die Prominente in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

Martin Schoeller, gerade mal 43 Jahre alt, geboren in Frankfurt am Main, gehört zu den besten Fotografen der Welt. Er fotografiert für die großen amerikanischen Magazine wie "The New Yorker" und "Time Magazine".
Seine Porträtfotos von Prominenten erregen Aufsehen, Begeisterung und Entsetzen zugleich. Denn Schoeller macht neben szenischen Fotos auch Close-ups von ihnen, Nahaufnahmen ohne Retusche, ohne Pose. Er schaut so hinter die Fassade von Prominenten. Martin Schoeller zeigt Gesichter, wie sie wirklich sind, mit Falten, Bartstoppeln, Äderchen. Die Dokumentation beobachtet Martin Schoeller bei der Arbeit, begleitet ihn durch die Straßen von Manhattan, in seine Galerie und in sein Atelier. Sie zeigt Martin Scholler unter anderem bei einem Shooting mit der serbischen Performancekünstlerin Marina Abramovic und gibt so einen intensiven Einblick in Martin Schoellers Porträtkunst.

Sonntag, September 18, 2011

Der letzte Akt (arte)

Der letzte Akt (arte): arte - Der letzte Akt
18.09.2011 23:00-00:05

Thema: Wenn Musen küssen


Die Aktkunst ist eines der bedeutendsten Genres der Kunst. Die Dokumentation "Der letzte Akt" stellt die Frage, welche Richtung diese Kunstform in der modernen Zeit einschlägt. Auch das Beziehungssystem von Künstler und Modell wird untersucht.

"Der letzte Akt" blickt auf eines der bedeutendsten und doch kontroversen Genres der europäischen Kunst - der Aktkunst. Der Fokus ist dabei auf einige wenige Inhaltspunkte gesetzt: Fast 600 Jahre befand sich die Kunstform fest in den Händen der männlichen Künstler. War es die lange unangefochtene Dominanz des maskulinen begehrlichen Blicks, der die klassische Aktkunst schließlich an ihr anscheinend bevorstehendes Ende brachte?

Heute leben nur noch wenige bedeutende Vertreter dieses Genres. Aktzeichnen an den Kunstuniversitäten Europas ist mittlerweile ein ungeliebtes und geduldetes Pflichtfach geworden. Aber in welche Richtung strömen Einflüsse dieser anscheinend anachronistischen Kunstrichtung? Ist die Fotografie als direkte Fortsetzung mit zeitgemäßen Mitteln zu sehen? Wird die alte Kunstform durch neue Techniken wieder attraktiv oder liegt ein Zukunftsweg der Aktkunst in den skurril-schrägen Zeichenevents einer Dr.-Sketchy-Veranstaltung, wie sie sich von New York bis Berlin steigender Beliebtheit erfreuen?

Zwei Fragen erlangen besondere Bedeutung: unterscheidet sich ein weiblicher Blick des Begehrens grundsätzlich von seinem männlichen Pendant und gibt es überhaupt eine künstlerische Wahrnehmung der Nacktheit ohne den voyeuristischen Aspekt?

Samstag, August 27, 2011

Nicolas Faure - Fotograf (3sat)

Nicolas Faure - Fotograf (3sat): 3sat - Nicolas Faure - Fotograf
28.08.2011 12:05-12:30

Nicolas Faure ist ein westschweizer Fotograf, international bekannt geworden durch seine märchenhaften Waldfotografien. Mit den Fotos verarbeitet er eine Familientragödie: Vor einigen Jahren erschoss sein Bruder Vater und Mutter. Der eindrückliche Film "Nicolas Faure - Fotograf" begleitet den Fotografen bei seinen Fotoshootings im Wald und lässt Faure von der Idee dahinter erzählen.

Mittwoch, Juli 13, 2011

Palermo Shooting (arte)

Palermo Shooting (arte): "arte - Palermo Shooting
14.07.2011 20:15-22:00



"Palermo Shooting" ist ein Film über Leben, Liebe und den Tod und überzeugt vor allem durch seinen starken Soundtrack. Wim Wenders Werk ist Campino, dem Sänger und Frontmann der Band "Die Toten Hosen"wie auf den Leib geschrieben".

Finn ist ein aufstrebender Kunst- und Modefotograf in den Mittvierzigern. Geplagt von Todesängsten und Selbstzweifeln stürzt er in eine ernste Lebenskrise.

Die Reise von Düsseldorf nach Palermo ist also auch eine Reise zu sich selbst. In Sizilien lernt er die Restauratorin Flavia kennen und beginnt, sich mit seiner toten Mutter und anderen verdrängten Ängsten auseinanderzusetzen. Langsam kehrt Finn wieder ins Leben zurück.

Doch auf seinen Streifzügen durch Palermo verliert er sich immer mehr in düsteren Tagträumen, bei denen er von einem geheimnisvollen Bogenschützen mit dem Tode bedroht wird ...

Hintergrundinformationen:
"Palermo Shooting" ist ein Film über Leben, Liebe und den Tod und überzeugt vor allem durch seinen starken Soundtrack. Die Musik trägt Finn während seiner inneren Reise auf einem MP3-Player immer bei sich und sorgt mit Stücken von Nick Cave, Lou Reed und anderen Musikgrößen für eine ganz besondere, auch melancholische Stimmung. "Wim Wenders hat einen bewundernswert treuen Freundeskreis. [...] prominente Helfer sind immer zur Stelle. 'Palermo Shooting' macht da keine Ausnahme." (Cinomat)

Wim Wenders ist 1945 in Düsseldorf geboren und gehört zu den wichtigsten Regisseuren des "Neuen Deutschen Films". Für seine Filme erhielt er über 60 Auszeichnungen, so den goldenen German Film Award in mehreren Kategorien für "Wrong Move" (1975), "Paris, Texas" (1984) oder "Buena Vista Social Club" (1998). Viele seiner Filme erhielten den Goldenen Bären auf der Berlinale, gewannen auf den Filmfestspielen in Cannes oder Venedig und erhielten weitere international angesehene Preise.

"Palermo Shooting" ist nach 15 Jahren der erste Spielfilm von Wim Wenders, den er in Europa gedreht und produziert hat. Der Film hatte seine Premiere in Cannes in der offiziellen Wettbewerbsauswahl, wie auch schon "Der Himmel über Berlin" und natürlich "Paris, Texas", zweite deutsche Goldene Palme seit Gründung des Festivals. Beim Deutschen Filmpreis wurde "Palermo Shooting" für den besten Schnitt nominiert. Zudem drehte Wim Wenders das erste Mal einen Teil des Films in seiner Heimatstadt Düsseldorf.

Campino, der Sänger und Frontmann der Band "Die Toten Hosen", gibt nach dem Film "Langer Samstag" seinen zweiten Auftritt als Schauspieler, dieses Mal in der Hauptrolle. Er selbst sagt dazu: "Das Drehbuch ist mir wie auf den Leib geschrieben. Ich kann ganz viel von Finn nachvollziehen, es tut mir aber gut, dass die Figur zugleich sehr weit von mir ist - erst durch diese Distanz konnte ich wirklich mit dem Spielen beginnen. Hätte ich einen Musiker spielen sollen, hätte ich größere Schwierigkeiten gehabt." (Presseheft)

"Palermo Shooting" ist eine ARTE-Koproduktion zusammen mit ARTE France Cinéma und dem ZDF.

Samstag, Juli 09, 2011

Eye for Architecture (ServusTV)

Eye for Architecture (ServusTV): "ServusTV - Eye for Architecture
10.07.2011 00:05-01:05

Eine persönliche Reise in die inspirierende Weilt des Architektur-Fotografen John Gollings.

Wie aus simplen Gebäuden Kunst wird, zeigt Fotograf John Gollings auf einer Reise durch Australien und Asien. Er fotografiert Gebäude auf seine ganz persönliche Weise und bringt zum Ausdruck, was sonst nicht sichtbar ist. Wie er das schafft, veranschaulicht sein Portrait "Eye For Architecture" an antiken Häusern und modernen Komplexen.

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
10.07.2011 13:00-13:30

Erwin Olaf"


Schönheit, Einsamkeit und Verzweiflung - dies sind die Themen, die der niederländische Fotograf Ewin Olaf auf meist ironische Weise in seinen Bildern einfängt. Der Film zeigt den preisgekrönten Fotokünstler in seinem Atelier.
In seinen oft ironischen Werken porträtiert der Künstler Verirrungen und Zwangsvorstellungen der heutigen Gesellschaft. Seine wiederkehrenden Themen Schönheit, Einsamkeit und Verzweiflung, verarbeitet er zu einer einzigartigen künstlerischen Position, bei der Mode, Film, Geschichte und Werbung die Hauptrollen spielen. Von der symbolgeladenen Ästhetik seiner sehr sorgfältig komponierten Fotografien geht eine große Faszination aus, dies gilt für Olafs Auftragswerke ebenso wie für seine persönlichen Arbeiten.
Im Film gewährt Einblicke in die Aufnahmen zu seiner jüngsten persönlichen Fotoserie und erklärt Regisseur Luc Quelin die Grundsätze seines Berufs.
Hintergrundinformationen:
Zu Wort kommen in der Sendung der Set Designer Floris Vos: Set Designer und der Sammler Jacques- Antoine Granjon.

Dienstag, Mai 03, 2011

Oliviero Toscani - Bilderwut (einsfestival)

Oliviero Toscani - Bilderwut (einsfestival): "einsfestival - Oliviero Toscani - Bilderwut
03.05.2011 15:00-15:45

Ein Film von Peter Scharf und Katja Duregger"


Das blutdurchtränkte T-Shirt eines gefallenen Soldaten, eine Nonne, die einen Priester küsst, ein ausgemergelter junger Aids-Patient. Mit Bildern wie diesen hat die Modefirma Benetton in den 90er Jahren für ihre Produkte geworben.

Der italienische Fotograf Oliviero Toscani hat die Kampagnen konzipiert und fotografiert. Er hat Themen wie Aids, Flüchtlingselend oder Rassismus in die Werbung geholt. Die Anzeigen und Plakate haben weltweit heftigste Proteste ausgelöst, viele sind verboten worden. Der Film porträtiert den heute 68-jährigen Italiener.

Samstag, April 16, 2011

Der andere Blick - Fotografen und der Krieg (PHOENIX)

Der andere Blick - Fotografen und der Krieg (PHOENIX): "PHOENIX - Der andere Blick - Fotografen und der Krieg
17.04.2011 23:30-00:15


Täglich sehen wir in den Zeitungen Bilder von den Krisenherden der Welt. Der Film zeigt die Erfahrungen und Konflikte der Fotografen bei ihrer Suche nach Wahrheit.

Die Fotografen vor Ort sind nicht nur den gefährlichen Umständen der Konflikte ausgesetzt, sondern bewegen sich zunehmend in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Freiheitskämpfern und Terroristen, Wahrheit und Propaganda verschwimmen. Elektronische Verschickung und moderne Bildbearbeitung machen das nachträgliche Verändern der Bilder obendrein leichter. Die schwierige Suche nach Wahrheit. Aber:
Gibt es ihn überhaupt, den ungeschönte Blick auf Alltag und Leid des Krieges, der uns in den Fotos präsentiert wird? Wer steckt hinter den Bildern und inwiefern beeinflusst der persönliche Blick die Motive und Bilder? Kommen zwei Kriegsfotografen beim selben Motiv zu einem anderen Blick, einer anderen Perspektive auf das Geschehen?
"Der andere Blick" zeigt sechs bedeutende Kriegsfotografen, deren Fotografien von Vietnam bis zum aktuellen Krieg im Irak auch unsere Sicht auf Konflikte und die Opfer beeinflusst haben.
Ashley Gilbertson und Ghaith Abdul Ahad fotografieren im Irak. Der Australier Gilbertson, der in New York wohnt, gerät oft genug in Konflikt mit der strengen Zensur des Pentagon. Gilbertson erzählt, wie das Foto entstand, dem er seine Karriere verdankt. Und wie der dramatische Tod eines amerikanischen Soldaten seine Sicht auf den Krieg im Irak radikal veränderte.
Ghaith Abdul Ahad, in Baghdad geboren, sieht den Irak-Konflikt mit den Augen eines Einheimischen und ist in der Lage, aus der Sicht der Aufständischen zu fotografieren - eine völlig neue Perspektive.
Die junge Britin Anastasia Taylor-Lind steht für den weiblichen Blick, sie war viele Male mit den Frauen der PKK in Kurdistan unterwegs. Anastasia Taylor-Lind einfühlsame Fotos vermitteln ein vielschichtiges Bild dieser Frauen und stellen unsere Ansichten von "Terroristin" und "Freiheitskämpferin" auf den Kopf.
Der US-amerikanische Fotograf Stanley Greene hat über zehn Jahre den Tschetschenien-Konflikt beobachtet. Er weiß, dass er nicht mehr objektiv ist, erzählt vom Heldentum der Tschetschenen, wie sie lachend dem Tod gegenüberstehen. Stanley Greene will mit seinen bedrückenden Bildern erreichen, dass dieser mörderische Krieg und seine Opfer nicht vergessen werden.
Der Brite Tom Stoddart hat erlebt, wie Jugoslawien im Bürgerkrieg unterging, während die Menschen in Sarajevo versuchten, mit Würde zu überleben. Ihn hat schockiert wie nur zwei Flugstunden entfernt in London das Leben weiter ging, als existiere dieser Krieg nicht.
Phillip Jones Griffiths gilt als einer der berühmtesten Vietnam-Fotografen. Seine Fotos sollen das Bild und die Meinung der US-Amerikaner über den Krieg verändert haben. In seinem letzten Interview vor seinem Tod spricht er darüber, wie man auf den Fotos aus dem Krieg den Menschen ihre Würde lässt und diese hervorholt.
Dieser Film zeigt die Erfahrungen und Konflikte der Fotografen bei ihrer Suche nach Wahrheit. Er zeigt, was wir in den täglichen Bilderfluten schnell übersehen. Und er zeigt, wie wichtig die Arbeit dieser Fotografen für uns ist.

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
17.04.2011 13:00-13:30

Boris Mikhailov - Fotograf"


Boris Mikhailov hinterfragt die Realität aus verschiedenen Blickwinkeln. Die daraus entstehenden Fotoserien muten zuweilen grotesk an und enthalten eine direkte Gesellschaftskritik.

Boris Mikhailov arbeitete als Ingenieur in einer sowjetischen Fabrik, als er das erste Mal einen Fotoapparat für eine Reportage in die Hand gedrückt bekam. Damit machte er zunächst Aktfotos von seiner Frau, wurde jedoch vom KGB erwischt und wegen Pornografie kurzerhand entlassen. Daraufhin entschloss er sich, sein Leben fortan der Fotografie zu widmen. Er dokumentierte den städtischen Alltag und fertigte mit der "Roten Serie" Farbfotografien an, in denen der Farbe Rot, die in der UdSSR für die Oktoberrevolution und die sozialistische Gesellschaftsordnung stand, eine besondere Rolle zukommt.
So fotografierte er Obdachlose, Menschen, die durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen sind. Seine Aufnahmen der Obdachlosen in ihrer nackten, verletzten Körperlichkeit zeigen die inneren und äußeren Wunden, die das Leben in Not hinterlässt und gewähren einen Blick hinter die Fassaden der Konsumgesellschaft.

Hintergrundinformationen:
Ob bei einer Fotosession, beim Aufbringen einer Wandmalerei oder bei der Entwicklung einer Ausstellungsarchitektur – gezeigt wird Kunst als "Work in Progress“. Die Kamera filmt den Künstler bei der Arbeit und in Momenten der Reflexion.
Als Experte zu Wort kommt in der Sendung unter anderem der Kunstkritiker Nicolas Bourriaud.

Freitag, März 18, 2011

Künstler hautnah (arte)

Künstler hautnah (arte): "arte - Künstler hautnah
20.03.2011 13:00-13:30

Bruce Davidson - Fotograf


Er selbst sieht sich als "Outsider", der das Glück hatte, in schwer zugänglichen Milieus akzeptiert zu werden: Bruce Davidson erkundete mit seiner Arbeit die amerikanischen Missstände der 60er und 70er Jahre.

Berühmt sind insbesondere die Fotoreportagen über die Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner und die Gangs in Brooklyn.
Seine Leidenschaft fürs Fotografieren entwickelte Bruce Davidson schon früh: 1933 in Oak Park/Illinois geboren, gewann er bereits als 16-Jähriger den Kodak National High School Wettbewerb.
Mit dem Diplom der Yale Universität in der Tasche ging Bruce Davidson 1955 für zwei Jahre nach Paris, wo er den französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson kennenlernte. 1959 wurde er in die Agentur Magnum aufgenommen.
Bruce Davidson praktizierte so etwas wie die teilnehmende Beobachtung und ließ die Menschen, die er fotografieren wollte, über Wann und Wie der Aufnahme mitbestimmen. Das macht das eigenartige Spannungsmoment seiner Fotografien aus: Die Menschen erscheinen in ihrem Elend, ihrer Einsamkeit oder Unterdrückung und zugleich in ihrer ganzen Menschenwürde.
Claude Ventura hat mit diesem Film ein sehr persönliches Porträt gezeichnet, in dem sich der "Bildermann" über seine fotografischen Erfahrungen, seine Beziehung zu den Menschen, die er fotografierte, und sein Engagement für sie äußert. Diese Menschen haben ihm, wie Davidson selbst einmal sagte, "die Augen geöffnet".